b) Die Vorhersage wissenschaftlicher Entdeckungen

June 15, 2013 in Die Letzte Göttlich Offenbarte Religion: ISLAM

Im heiligen Qur’ān finden sich zahlreiche Verse, die den Weg zu wissenschaftlichen Erkenntnissen und Fortschritten weisen. Dies zählt ebenfalls zu der Art, in welcher der Qur’ān uns die Zukunft kündet. Die eigentliche Intention des heiligen Qur’ān besteht darin, den menschlichen Herzen den Glauben an die göttliche Einheit einzupflanzen und ihnen ein Führer zur Wahrheit zu sein. Allen Themen, die er anschneidet, liegt diese fundamentale Absicht zugrunde. Im Bereich naturwissenschaftlicher Themen sind die Informationen, die er vermittelt, darüber hinaus als Lehre für die Menschen gedacht und stimmen vollkommen mit der Wirklichkeit überein. Dazu wieder einige Beispiele:

Der heilige Qur’ān gibt uns eine ganze Reihe zutreffender Informationen über die menschliche Fortpflanzung und die Entwicklung des Embryos, zu deren Erforschung die moderne Wissenschaft erst seit kurzer Zeit imstande ist. Professor Dr. Keith L. Moore vergleicht in seinem Werk über die Embryologie, nachdem er die Stadien des menschlichen Embryos im Mutterleib erklärt hat, die Ergebnisse dieser Untersuchungen mit den Aussagen des heiligen Qur’ān und gibt zu, dass die Wissenschaft darin mit dem heiligen Qur’ān übereinstimmt und dass der Qur’ān mit seinen Beispielen und Beschreibungen der medizinischen Wissenschaft sogar voraus ist.

Als Ergebnis seiner Forschungen empfand Professor Moore große Hochachtung vor dem Qur’ān und dem ehrwürdigen Propheten – Allāh segne ihn und schenke ihm Frieden – und bestätigte dieses Wunder, das sich vor vierzehnhundert Jahren zutrug, mit großer Zuversicht. Der zweiten Auflage seines Buches Before We are Born fügte er die Informationen, die er aus dem Qur’ān gewonnen hatte, hinzu. Als man ihn fragte: “Wie erklären Sie es sich, dass der Qur’ān diese Informationen enthält?”, gab er zur Antwort: “Dieser Qur’ān ist eben nichts anderes als eine Offenbarung Gottes.”[1]

In den letzten Jahren wurde entdeckt, dass sich das Universum ausdehnt und dass die Galaxien mit ungeheurer Geschwindigkeit auseinanderstreben, was bedeutet, dass das gesamte Universum über unendliche Energie verfügt. Diesem Gesetz zufolge entfernen sich diese riesenhaften Galaxien voneinander in direkter Proportion zu den zwischen ihnen gelegenen Entfernungen. Eine Galaxie, die beispielsweise 10 Millionen Lichtjahre von uns entfernt ist, entfernt sich mit einer Geschwindigkeit von 250 km/sec, während eine Galaxie, die 10 Milliarden (1.000 x 10 Millionen) Lichtjahre entfernt ist, sich mit einer Geschwindigkeit von 250.000 km/sec (250 x 1.000) entfernt.[2] Auf diesen Umstand verweist der heilige Qur’ān in folgendem Vers:

{Den Himmel haben Wir mit Kraft fest gefügt, und Wir sind wohl imstande ihn zu erweitern.}[3]

Unser erhabener Schöpfer beschützt die Welt vor den Fragmenten im Weltall sterbender Sterne (Meteoriten), die gegen Ende ihrer Lebenszeit explodieren. Jupiter und Saturn mit ihrer gigantischen Anziehungskraft erfüllen den Posten der Torhüter, indem sie vielen Himmelskörpern den Durchgang verwehren, die für die Erde zur Gefahr werden könnten. Hin und wieder kommt es vor, dass ein Meteorit an diesen beiden Planetenwächtern vorbeischießt und sich unserer Welt nähert. Dann stellt sich ihnen ein weiterer Schützer entgegen, nämlich der Mond. Weil der Mond durch keine Atmosphäre geschützt ist, treffen die Meteoriten alle direkt auf seiner Oberfläche auf. Die Krater, die dadurch auf der Mondoberfläche entstanden sind, können wir schon mit einem einfachen Fernglas beobachten. Die Meteoriten, die auch am Mond noch vorbeikommen, gehen, sofern sie nicht allzu groß sind, beim Eintritt in unsere Atmosphäre in Flammen auf. In Folge dieser Erscheinung, die wir als “Sternschnuppen” bezeichnen, zerkrümeln die Meteoriten in der Mesosphäre zu mehlig-feinem Staub bevor sie die Erdoberfläche erreichen. Später wird jeder dieser winzigen Staubpartikel zum “Kern” eines Regentropfens.[4] Gleichzeitig schützt uns die Atmosphäre vor der schädlichen Strahlung des Alls. Ein Vers des heiligen Qur’āns deutet diese Wahrheit mit den Worten an:

{Und Wir machten den Himmel zu einem wohlgeschützten Dach; dennoch kehren sie sich von seinem Zeichen ab.}[5]

Wie wir sehen, erläutert der heilige Qur’ān einerseits die Wahrheiten, die das Verhalten und Handeln der Menschen ordnen, während er andererseits auf die Mysterien des Universums hinweist und uns auffordert, das All wie ein Buch zu lesen, um seine Geheimnisse zu erforschen und zu entschlüsseln. Vor über vierzehnhundert Jahren verkündete der heilige Qur’ān:

{Und die Winde treiben Wir zur Befruchtung hin und verfügen, dass sie regenträchtige Wolken und Blütenstaub tragen. Auch lassen Wir Wasser herabregnen, das Wir euch zum Trinken und Bewässern geben, und ihr könnt es nicht in eurer Gewalt verwahren.}[6]

Erst viele Jahrhunderte nach der Offenbarung dieses Verses wurde entdeckt, dass die Winde in der Befruchtung der Pflanzen und der “Impfung” von Wolken eine Rolle spielen.

Im neunzehnten und zwanzigsten Vers der Sure al-Rahmān [Der Erbarmer] heißt es:

{Er hat den beiden Gewässern, die einander begegnen, freien Lauf gelassen. Zwischen ihnen steht eine Scheidewand, so dass sie nicht ineinander übergreifen.}[7]

Ähnliches finden wir im dreiundfünfzigsten Vers der Sure al-Furqān [Die Unterscheidung] ausgedrückt.[8] Nach jüngsten Forschungen in der Straße von Gibraltar, die das Mittelmeer mit dem Atlantik verbindet, existiert ein unbekanntes Hindernis, das einer unsichtbaren Scheidewand gleicht und verhindert, dass die Gewässer dieser beiden Meere sich mischen. So kommt es, dass beide Seiten ihren ursprünglichen Charakter unvermischt beibehalten. Kapitän Jacques Costeau entdeckte später, dass eine solche Scheidewand an der Verbindungsstelle aller Meere unterschiedlicher Zusammensetzung besteht.[9]

Darüber hinaus ist der heilige Qur’ān ein Wunder im Hinblick auf die Tatsachen, dass die in ihm enthaltenen Regeln den Bedürfnissen eines jeden Zeitalters entsprechen; dass in ihm nichts zu finden ist, das ein fair denkender Mensch kritisieren könnte; dass er Probleme mit Leichtigkeit löst, die nach anderen Gesetzessystemen sehr schwer zu entwirren sind; dass die Rechtsprechung, die er begründet, von großer Weisheit ist; und dass er einer großartigen gesellschaftlichen und politischen Ordnung binnen kürzester Zeit zu einer Blüte verhalf, wie sie keiner anderen Zivilisationen vergönnt war. Aus einem Volk, dem Kultur und Zivilisation zuvor völlig fremd gewesen waren, ging durch einen Propheten, der keine Form von Rechtswissenschaft studiert hatte, ungelehrt war und weder lesen noch schreiben konnte, innerhalb des äußerst kurzen Zeitraums von dreiundzwanzig Jahren eine vollkommene Ordnung hervor, die das gesamte Denken und moralische Empfinden der Bewohner der arabischen Halbinsel von Grund auf veränderte.



[1].      Gary Miller, The Amazing Qur’ān, S. 34-39

[2].      Prof. Dr. Osman Çakmak, Bir Çekirdekti Kâinat, S. 28.

[3].      Qur’ān, 51:47.

[4].      Prof. Dr. Osman Çakmak, Bir Çekirdekti Kâinat, S. 94 u. 127.

[5].      Qur’ān, 21:32.

[6].      Qur’ān, 15:22.

[7].      Qur’ān, 55:19-20.

[8].      Siehe Qur’ān, 25:53.

[9].      Zum Thema Qur’ān und Wissenschaft siehe: Dr. Maurice Bucaille, Bibel, Koran und Wissenschaft – Die Heiligen Schriften im Licht moderner Erkenntnis; Afzalurrahman, Quranic Sciences, London, 1981.