a) Der Qur’ān kündet von verborgenen Dingen

June 15, 2013 in Die Letzte Göttlich Offenbarte Religion: ISLAM

Der heilige Qur’ān teilt uns Dinge aus dem Bereich des Verborgenen mit. Diese Mitteilungen sind ein Beleg dafür, dass er ein offenkundiges Wunder ist. Obwohl er auf viele Themen aus Wissenschaft und Technik, auf Ereignisse aus der Vergangenheit bis hin zu Dingen, die erst in der Zukunft in Erscheinung treten werden, Bezug nimmt, konnte keine Entdeckung der letzten vierzehnhundert Jahre ihn widerlegen. Dahingegen sehen sich sogar die renommiertesten Enzyklopädien gezwungen, von Zeit zu Zeit Ergänzungsbände herauszugeben, um die vorhergehenden Auflagen zu berichtigen oder zu revidieren.

Zur Zeit der Offenbarung des Qur’ān waren über den Untergang der Stämme der ‘Ād und der Thamūd oder die Sintflut des Propheten Nūh nur bruchstückhafte Kenntnisse in Form von Sagen und Legenden im Umlauf. Doch der heilige Qur’ān hat der Menschheit diese Geschehnisse in einer Weise dargelegt, die heutige geschichtliche Kenntnisse und Geschichtsphilosophie durchaus bestätigen.

Der Qur’ān gibt auch Auskunft über kommende Ereignisse. Dazu wollen wir hier einige Beispiele anführen:

Zu Lebzeiten des Propheten – Allāh segne ihn und schenke ihm Frieden – kam es zu einem Krieg zwischen den (christlichen) Byzantinern und den (zarathustrischen) Persern, in dem die Perser siegten. Die heidnischen Araber, die sich dies zunutze machen wollten, sagten zu den Muslimen: “Ihr dachtet wohl, dass euch euer göttliches Buch zum Sieg führen werde – aber schaut nur: Die Perser haben die Byzantiner bezwungen, obwohl diese doch eine heilige Schrift besitzen!” Auf diese Weise versuchten sie bei den Muslimen Zweifel an ihrem Glauben zu säen und ihre Entschlossenheit ins Wanken zu bringen.

Daraufhin sandte Allāh, der Erhabene zur Freude der Muslime und zum Verdruss der Ungläubigen die folgenden Verse herab:

{Besiegt sind die Byzantiner in dem nahegelegenen Land, doch sie werden nach ihrer Niederlage siegen, in wenigen Jahren – Allāhs ist die Herrschaft vorher und nachher –, und an jenem Tage werden sich die Gläubigen freuen über den Beistand Allāhs. Er hilft, wem Er will; und Er ist der Allmächtige, der Barmherzige.}[1]

Zu jener Zeit war Byzanz jedoch so geschwächt, dass keiner es für möglich hielt, dass es sich nach einer solch vernichtenden Niederlage erneut aufraffen und siegreich aus einem neuen Konflikt hervorgehen könnte. Doch der heilige Qur’ān bestätigt dies mit Nachdruck:

{Dies ist eine Verheißung Allāhs – Allāh bricht Seine Verheißung nicht! – allein die meisten Menschen wissen es nicht.}[2]

Am Ende machte Allāh, der Erhabene, Seine Verheißung wahr. Nach einhelliger Meinung der Historiker errang Byzanz nach weniger als neun Jahren den Sieg über die Perser. Am selben Tag siegten auch die Muslime zu ihrer großen Freude in der Schlacht von Badr über die Ungläubigen.[3]

Als Pharao im Strudel des roten Meeres dabei war zu ertrinken, hätte er sich in seiner Not gerne zum rettenden Glauben bekehrt. Da aber wandte sich Allāh, der Erhabene, an ihn:

{Wie? Jetzt? Wo du bisher ungehorsam und einer derer warst, die Unheil stifteten? Nun wollen Wir dich heute dem Leibe nach erretten, auf dass du ein Beweis für diejenigen seiest, die nach dir kommen. Und es gibt sicher viele Menschen, die Unseren Zeichen keine Beachtung schenken.}[4]

Der Leichnam dieses Pharaos wurde erst in jüngster Zeit entdeckt. Zur Zeit kann man diesen Fund im British Museum in London, im Saal Nr. 94 besichtigen. Haut und Haare sind völlig intakt und er befindet sich in der Gebetshaltung der Niederwerfung [sajda].



[1].      Qur’ān, 30:1-5.

[2].      Qur’ān, 30:6.

[3].      Siehe al-Tirmidhī, Tafsīr, 30/3191-3194; Ahmad, Bd. I, 276; al-Qurtubī, Bd. XIV, S. 3.

[4].      Qur’ān, 10:91-92.