11. Der Islam fördert Optimismus und Hoffnung

June 15, 2013 in Die Letzte Göttlich Offenbarte Religion: ISLAM

Der Islam fördert den Optimismus in den Menschen. Allāh, der Erhabene, spricht: {Meine Barmherzigkeit umfasst alle Dinge.} Und Sein ehrwürdiger Prophet – Allāh segne ihn und schenke ihm Frieden – sagte: “Als Allāh, der Erhabene, die Schöpfung erschuf, schrieb Er in das Buch über Seinem Thron die Worte: ‚Meine Barmherzigkeit übertrifft Meinen Zorn.‘ “[1]

Für die Muslime ist dieser Glaube Grund genug zur Hoffnung. Es existieren jedoch noch viele weitere gute Eigenschaften, die dem Muslim das Leben versüßen, nämlich: Vergebung, Erbarmen, Geduld, Gottvertrauen, Ergebung, Genügsamkeit sowie das Bestreben, stets das Beste anzunehmen. Durch seine Überzeugung, dass Schwierigkeiten oder Krankheiten, die ihm zustoßen, eine Sühne für seine Sünden sind, und dass er durch geduldiges Ertragen solcher Unbill an geistigem Rang gewinnt, wird die Bürde des Lebens für den Muslim entscheidend erleichtert. Ein Muslim, der alles Menschenmögliche getan hat und sich danach seinem Schicksal ergibt und das, was Allāh ihm schickt, bereitwillig auf sich nimmt, wird niemals traurig sein. Sein Leben wird stets von friedlicher Heiterkeit erfüllt sein.

Dem Sünder und dem Glaubenslosen steht das Tor der Reue bis zum letzten Augenblick offen. Jeder Mensch kann jederzeit zum Glauben und zur Umkehr finden, bis ihn der Tod ereilt oder die Zeichen des Jüngsten Tages in Erscheinung treten. Da aber der Tod und der Tag der Auferstehung plötzlich und unerwartet über den Menschen hereinbrechen, sollte man sich unverzüglich und ohne zu zögern zu Allāh bekehren. Allāh, der Allmächtige, spricht:

{Sprich: “O meine Diener, die ihr euch gegen eure eigenen Seelen vergangen habt, verzweifelt nicht an Allāhs Barmherzigkeit, denn Allāh vergibt die Sünden allesamt; Er ist der Allverzeihende, der Barmherzige. Und kehrt euch zu eurem Herrn und ergebt euch Ihm, bevor die Strafe über euch kommt, denn dann werdet ihr keine Hilfe mehr finden.”}[2]

Der ehrwürdige Prophet – Allāh segne ihn und schenke ihm Frieden – hat den Menschen verboten, gewisse Dinge als unheilbringend anzusehen; er hat uns vielmehr angewiesen, stets in jeder Hinsicht positive Erwartungen zu hegen und allen Dingen eine möglichst günstige Deutung zu verleihen.

Der Islam rät uns, von schlechten Ansichten über die Menschen Abstand zu nehmen und stets das Beste von ihnen anzunehmen, so, wie es auch im heiligen Qur’ān geschrieben steht: {O ihr, die ihr glaubt! Vermeidet häufigen Argwohn; denn mancher Argwohn ist Sünde. Und spioniert nicht und führt keine üble Nachrede übereinander.}[3]

Bei den Gläubigen findet man gegenüber allen Geschöpfen eine Einstellung von Toleranz um des allmächtigen Schöpfers willen. Wegen ihrer Liebe zu Allāh begegnen sie all Seinen Kreaturen mit Barmherzigkeit und betrachten alles als ein anvertrautes Gut des Allerhöchsten Schöpfers. Mit freudiger Ergebenheit nehmen sie hin, was auch immer Er ihnen schickt.



[1].      Al-Bukhārī, Tauhīd, 15.

[2].      Qur’ān, 39:53-54.

[3].      Qur’ān, 49:12.